LED Mythos
Eines der wichtigsten Bauelemente in der Modellbahn ist wohl die LED.
Es ranken sich sehr viele Mythen um dieses Bauteil. Dieser kleine Beitrag soll helfen, die LED besser zu verstehen.
Mythos1: mit einen Vorwiderstand kann eine LED gedimmt werden.
Mythos2: Reihenschaltung ist besser als eine Parallelschaltung.
Mythos3: eine LED kann wie eine Glühbirne behandelt werde.
Mythos4: Vorwiderstand immer an die Anode anbringen.
Was ist an solchen Aussagen dran?
Antwort: NICHTS
Es gibt viele selbsternannte Elektroniker. Sie haben keine Ahnung, aber davon sehr viel. Sarkasmus bei Seite, befassen wir uns mit der Realität.
zu Punkt1: eine LED ist KEIN ohmscher Widerstand.
zu Punkt2: Reihen- oder Parallelschaltung? Es kommt darauf an.
zu Punkt3: eine LED ist keine Glühbirne.
zu Punkt4: dummes Zeug.
Wissen muss man, dass eine Reihenschaltung ein Spannungsteiler und eine Parallelschaltung ein Stromteiler ist. Damit wäre mal etwas Grundsätzliches geklärt.
Nun zu dem Vorwiderstand:
Eine LED wird IMMER mit einem Vorwiderstand betrieben. Dieser dient nur zur STROMBEGRENZUNG und zu NICHTS anderem. Was bedeutet das?
Ein Beispiel:
eine rote LED hat eine Durchlassspannung von 2V und einen max. Strom von 20mA. Das wird auch als Forward Voltage und Forward Current bezeichnet. Daraus ergibt sich folgender Vorwiderstand; Eingangsspannung (Ue) minus Spannungsabfall Diode (Ud) dividiert durch den Strom (Id) ist gleich dem Vorwiderstandswert. Um die Schaltung komplett zu bewerten, wird noch die Leistungsaufnahme des Widerstandes bestimmt. Es gilt; Leistung (P) ist gleich Spannungsabfall am Widerstand (Uv) multipliziert mit dem durchfließenden Strom (I) das Ergebnis ist Watt.

