Darlingtonschaltung

Eine Darlingtonschaltung ist eine elektronische Schaltung, die zwei Bipolartransistoren (BJTs) in einer speziellen Konfiguration verbindet, um eine sehr hohe Stromverstärkung zu erzielen. Diese Schaltung wird häufig verwendet, wenn ein kleiner Steuerstrom einen viel größeren Laststrom schalten oder verstärken soll.
Aufbau und Funktionsweise
Zwei NPN-Transistoren werden so verbunden, dass der Emitter des ersten Transistors mit der Basis des zweiten Transistors verbunden ist.
Der Kollektor beider Transistoren ist meist gemeinsam angeschlossen.
Der Eingangsstrom fließt in die Basis des ersten Transistors.
Der Ausgangsstrom wird am Emitter des zweiten Transistors abgegriffen.
Vorteile
Sehr hohe Stromverstärkung (Stromverstärkung ist ungefähr das Produkt der Verstärkungen beider Transistoren).
Ermöglicht das Schalten von Lasten mit sehr kleinem Steuerstrom.
Einfacher Aufbau mit Standardtransistoren.
Nachteile
Höherer Spannungsabfall zwischen Eingang und Ausgang (typisch ca. 1,2 V bis 1,4 V, da zwei Basis-Emitter-Strecken in Reihe sind).
Etwas langsamere Schaltzeiten im Vergleich zu einzelnen Transistoren.
Beispiel
Wenn der erste Transistor eine Verstärkung von 100 hat und der zweite ebenfalls 100, dann ist die Gesamtverstärkung ungefähr 10.000 (100 x 100).
Anwendung
Treiberstufen für Relais, Motoren oder andere Lasten.
Signalverstärkung in analogen Schaltungen.
Digitale Schaltungen, bei denen ein kleiner Steuerstrom einen größeren Laststrom schalten muss.

Darlintonschaltung
Beispiel einer Darlingtonschaltung
Darlington
Darlington mit BC517