Das ohmsche Gesetz

Die meisten physikalischen Formeln sind nach Beobachtungen bei Versuchen entwickelt worden. Es wurde ein physikalischer Effekt beobachtet und gemessen. Um das Messergebnis zu interpretieren, wurde eine physikalische Theorie mit Formeln entwickelt, so auch beim ohmschen Gesetz.

Das Ohmsche Gesetz:
Gibt den Zusammenhang zwischen StromSpannung und Widerstand an. Dabei lassen sich die drei Grundgrößen berechnen, wenn mindestens zwei davon gegeben sind. Das Gesetz besagt, wenn an einem Objekt eine Spannung angelegt wird, ändert sich der hindurchfließende Strom proportional zur Spannung. Die Spannung U hängt also mit dem Strom I zusammen. Und zwar so, dass, wenn die Spannung vergrößert wird, auch die Stromstärke steigt. Der Zusammenhang ist konstant und kann gleichzeitig als ohmscher Widerstand R beschrieben werden:
                                                      
                                                       R = U / I 

Die Formel kann nun auch nach den anderen Größen umstellt werden. So erhält man z.B. die Formel:
                                                        U = R * I.

                                                            oder

                                                          I = U / R

Definition:

[R] = [U] / [I] = V / A = Ω

Die Leistung

Das Ohm’sche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Widerstand, Strom und Spannung. Aber es gibt noch eine weitere elektrische Einheit, die sich aus dem Ohm’schen Gesetz ableiten lässt, und das ist Leistung. Leistung ist ein Ausdruck dafür, wie viel Arbeit ein elektrischer Strom leisten kann. Sie wird in Watt gemessen und das Symbol ist P.
Sie kann mit der folgenden Formel berechnet werden:  P = U * I

Ein großer Vorteil der Verwendung von Leistung bei Berechnungen oder Messungen ist, dass die Leistung unabhängig von der Spannung ist. Dies ist nützlich in Systemen, in denen mehrere Spannungen vorhanden sind. Ein Beispiel dafür ist ein System mit einer Batterie, Netzstrom und vielleicht einem Solarpanel.
Die Leistung bleibt über die verschiedenen Spannungen hinweg gleich. Wenn zum Beispiel eine AC-Last von 2400 W über einen Wechselrichter aus einer 12-V-Batterie betreiben wird, nimmt sie auch 2400 W aus der Batterie auf
(ohne Berücksichtigung der Wechselrichterineffizienzen).