Darlingtonschaltung

Eine Darlingtonschaltung ist eine spezielle Transistorschaltung, die zwei Bipolartransistoren so verbindet, dass sie zusammen wie ein einzelner Transistor mit sehr hohem Verstärkungsfaktor (Stromverstärkung) wirken. Diese Schaltung wird häufig verwendet, wenn eine hohe Verstärkung benötigt wird, z.B. in Verstärkern oder Schaltstufen.
Aufbau der Darlingtonschaltung
○ Zwei NPN-Transistoren (oder PNP-Transistoren) werden hintereinander geschaltet.
○ Der Emitter des ersten Transistors ist mit der Basis des zweiten Transistors verbunden.
○ Die Kollektoren beider Transistoren sind miteinander verbunden.
○ Der Ausgang erfolgt am Emitter des zweiten Transistors.
Funktionsweise
○ Der erste Transistor verstärkt den Basisstrom.
○ Der verstärkte Strom wird als Basisstrom für den zweiten Transistor genutzt.
○ Dadurch ergibt sich eine Gesamtstromverstärkung, die ungefähr das Produkt der Verstärkungen beider Transistoren ist.
Vorteile
○ Sehr hohe Stromverstärkung (typischerweise mehrere Tausend).
○ Ermöglicht das Schalten von Lasten mit sehr geringem Steuerstrom.
○ Einfacher Aufbau mit Standardtransistoren.
Nachteile
○ Höhere Sättigungsspannung als bei einem einzelnen Transistor (typisch ca. 1,2 V statt 0,2 V).
○ Etwas langsamere Schaltzeiten aufgrund der doppelten Transistorstufe.
Beispiel: Schaltzeichen

Anwendung
○ Treiberstufen für Relais oder Motoren.
○ Verstärkerstufen in Audio- oder Signalverstärkern.
○ Digitale Schaltungen, bei denen ein kleiner Steuerstrom eine größere Last schalten soll.

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Darlingtonschaltung